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Chronik

Chronik 1933-1955

Die Freiwillige Feuerwehr Ofen wurde am 15. November 1933 gegründet. Mit dieser Gründung wurde die bisher in der Ortschaft Ofen bestehende Pflichtfeuerwehr aufgelöst. Die Gründung selbst, fand unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Ruhe aus Bad Zwischenahn unter reger Beteiligung der Bevölkerung im „Ofener Krug“ statt. Von der Versammlung wurde damals Georg Helms zum 1. Brandmeister der neuen Wehr gewählt. Die Wahl des 2. Brandmeisters, fiel auf Johann Hilljegerdes und die des Dritten auf Johann Degen. Von den Anwesenden ließen sich gleichzeitig etwa 30 Einwohner aus Ofen, Wehnen und Bloh als aktive Mitglieder für die Freiwillige Feuerwehr Ofen eintragen. Durch dieses rege Interesse seitens der Bevölkerung, wurde die Gründungsversammlung zu einem vollen Erfolg. Der gute Wille war somit in jeder Beziehung gesichert; jedoch wie sah es zu dieser Zeit mit der Ausrüstung aus? Als Erbe der Pflichtfeuerwehr wurde damals folgendes übernommen: eine „Handdruckspritze“ auf einem zweirädrigen Karren, ca. 80m Schlauch und dazu 12 einfache Wassereimer. Das war bei allem guten Wille wirklich nicht viel! Die erste Vervollkommnung in der Ausrüstung erfuhr die junge Wehr, als ihr von der Gemeinde Bad Zwischenahn deren alte Handruckspritze, versehen mit einem Saugrohr, zur Verfügung gestellt wurde. Sie bedeutete für die Bedienmannschaft eine wesentliche Erleichterung, da sie von Pferden gezogen konnte.

Schon kurze Zeit nach der Gründung, am 3. Dezember 1933, wurde die Freiwillige Feuerwehr um 13:10 Uhr zu dem Bahnhof Bloh gerufen, wo im Lagerschuppen Feuer ausgebrochen war. Obwohl der Wehr nur 80m Schlauch zur Verfügung stand, konnte der Feuerherd noch gerade bekämpft werden. Auf diese Weise wurde das Hauptgebäude im Werte von 10.000 RM gerettet.

In den folgenden Jahren wurde der hiesige Bezirk, mit Ausnahme einiger Schornstein- und Waldbränden, von größeren Bränden verschont.

Am 22 November 1940 wurde der bisherige 2. Brandmeister, der Schmiedemeister Johann Hilljegerdes, zum Wehrführer und Ortsbrandmeister von der Gemeinde Bad Zwischenahn ernannt. In den darauffolgenden Kriegsjahren, in dem der größte Teil der aktiven Mitglieder zum Wehrdienst eingezogen war, musste die Freiwillige Feuerwehr Ofen unter sehr erschwerten Umständen in Aktion treten.

Am 30. Mai 1944 wurde infolge eines Fliegerangriffes die Wohn- und Stallgebäude des Bauern Heinrich Schmidt in Ofen von Brandbomben getroffen. Zu gleicher Zeit brannten zwei Strohmieten des Bauern Hermann Lohmann in Ofen und ein Teil des Holzlagers der Ofener Sägerei der Gebrüder Röbeoltmanns. Die sofort zur Bekämpfung des Brandes an den Wohn- und Stallgebäuden eingesetzte Handdruckspritze konnte gegen die modernen Brandbomben nicht viel ausrichten. Sämtliche Gebäude wurden daher bis auf die Grundmauern zerstört. Im darauffolgenden Herbst 1945 erhielt die Ofener Wehr aus Heeresbeständen eine Motorspritze. Erstmals kam diese am 4. Februar 1948 zum größeren Einsatz, als in der Ortschaft Ofen das Stallgebäude des Bauern Gerhard Bödecker brannte. Das mit Reith gedeckte Dach wurde ein Raub der Flammen, jedoch konnten Vieh und der größte Teil des Inventars, sowie das Wohngebäude gerettet werden.

Ein erneuter Grosseinsatz erfolgte im Sommer 1952, als das Wohnhaus des Arbeiters Alfred Ahlers in Wehnen – Tannenkamp vom Blitz getroffen wurde. Durch das sofortige Eingreifen der Wehr brannte nur das Dach aus.

Nach langen Verhandlungen seitens der Freiwilligen Feuerwehr Ofen mit der Gemeinde Bad Zwischenahn und nach Überwindung größter finanzieller Schwierigkeiten ging am 22. Januar 1954 der langgehegte Wunsch der Wehr nach einem modernen und den Anforderungen der damaligen Zeit entsprechenden Löschfahrzeug mit Vorbaupumpe in Erfüllung. Die bereits im Jahre 1950 eingeleiteten Bemühungen, für die Ortschaft Ofen ein neues Feuerwehrgerätehaus zu schaffen, fanden erst im Jahr 1955 ihre Erfüllung.

Die Freiwillige Feuerwehr Ofen wünscht, dass sie mit dem modernen Löschfahrzeug in Verbindung mit dem neuen Gerätehaus die Vorbedingungen geschaffen hat, die nötig sind, um das Private vor Feuer zu bewahren. Mögen auch die nachfolgenden Generationen aus unseren Dörfern den Wert dieser Neueinrichtungen auf dem Gebiet der Feuerbekämpfung anerkennen und bewahren und sich für die Belange der Freiwilligen Feuerwehr als einem Dienst für die Allgemeinheit stets freudig stellen.

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!

Ofen, 28. April 1955

J. Hiljegerdes

(Ortsbrandmeister)

Chronik 1955-1987

Mit der Einrichtung eines neuen Gerätehauses, deren Einliegerwohnung von dem Paar Lüers bezogen wurde und dem neuen modernen Löschfahrzeug hatte der Ortsbrandmeister Joh. Hilljegerdes sein großes Ziel erreicht. Er konnte nun über eine schlagkräftige und gut ausgerüstete Wehr zur Brandbekämpfung und Hilfeleistung verfügen.

Die nächsten Jahre vergingen mit größeren und kleineren Einsätzen, es wurde ständig geübt und Ausbildung betrieben. Die Einheit Ofen nahm an stattfindenden Wettkämpfen auf Gemeinde- und Kreisebene teil.

Der Ortsbrandmeister Johannes Hilljegerdes gab 1960, nachdem er 20 Jahre als Einheitsführer der Allgemeinheit gedient hatte, sein Amt ab.

Als neuer Ortsbrandmeister wurde am 18.März 1960 Emil Lüers von den Kameraden gewählt, sein Stellvertreter wurde Herbert Wiechmann, Schrift- und Kassenwart Arthur Gerdes. Johann Hilljegerdes erhielt die Ernennung zum Ehrenbrandmeister.

Die nächste Neuerung stand 1967 ins Haus. Die alte Tragkraftspritze, die noch aus Wehrmachtsbeständen stammte, wurde durch eine neue TS 8/8 ersetzt. Das war ein großer Fortschritt, denn die neue war in Bedienung und Leistung der bisherigen weit überlegen.

Mittlerweile wurde für den Landkreis Ammerland eine Feuerwehrtechnische Zentrale in Elmendorf eingerichtet. Außerdem folgte die Ausrüstung aller Wehren mit Sprechfunk. Für viele ältere Kameraden war dies ein Buch mit sieben Siegeln. Es musste viel geübt werden, um den richtigen Umgang zu lernen.

Auch Geselligkeit und Kameradschaft kamen in all den Jahren nicht zu kurz, auch die von der Kirche veranstalteten „Wochen des Dorfes“ wurden besucht.

Am 19. Mai 1972 gab es wieder ein Wechsel in der Führung der Ofener Feuerwehr. Emil Lüers legte aus beruflichen Gründen das Amt als Ortsbrandmeister nach 12 jähriger Dienstzeit nieder. Sein bisheriger Stellvertreter Herbert Wiechmann wurde einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt, zum neuen Stellvertreter Johann Dörschner bestimmt.

Im November 1972 fegte ein Orkan über Norddeutschland hinweg, knickte Wälder um und deckte Häuser ab. Die Ofener Wehr hatte einen schweren Tag.

Am 1. September 1973 war es dann so weit, die Ofener Feuerwehr bestand 40 Jahre. Die Jubiläumsveranstaltung fand in der Gastwirtschaft „Ofener Krug“ statt.

Am 1. April 1975 traten 9 Schulabgänger in die Ofener Feuerwehr ein und wurden von zwei bewährten Kameraden in den Dienstbetrieb eingeführt.

1975 zog das Ehepaar Lüers aus der Wohnung im Dachgeschoss aus. Nach Modernisierung wurde der Kamerad Detlef Schleich neuer Mieter. In den Abstellräumen des Erdgeschosses wurde ein Unterrichtsraum eingerichtet, der aber für unsere Zwecke nicht ausreichte. Die Einweihung fand am 16. Juni 1977 im Rahmen eines Grillabends statt. Bereits 1963 hatten wir uns mit dem Ein- und Anbau eines Gruppenraumes in Verlängerung der Garage befasst, dieses Vorhaben wurde aber von der Gemeinde abgelehnt. Wir mussten unsere Versammlungen in örtlichen Gaststätten abhalten.

Die Ortschaften Ofen, Wehnen, Bloh und Westerholzfelde wurden mehr und mehr zu Wohngebieten. Es wurde neue Straßen gebaut mit Hydranten verlegt. Die Hydranten, deren Zahl immer weiter stieg, zwei Löschwasserbrunnen und die acht Löschteiche stellten die Wasserversorgung für Löschzwecke sicher.

Die weitere Entwicklung in unserem Löschbezirk veranlasste die Gemeinde, die Ofener Wehr mit einer Rettungsschere und schweren Atemschutzgeräten auszurüsten. Alle diese neuen Geräte konnten auf dem Fahrzeug, das nun auch schon 20 Jahre alt war, nicht mehr untergebracht werden. Aufgrund dessen wurde auf der Spritzenschau 1977 ein LF 8 mittel beantragt. Es folgten nun Verhandlungen und Vorführungen, die auch zum Erfolg führten. Die Ofener Einheit entschied sich für ein Fahrzeug der Firma Metz.

Am 15. November 1977 nahm die Ofener Wehr Abschied von ihrem Ehrenortsbrandmeister Johann Hilljegerdes, der mit allen zustehenden Ehren zu Grabe getragen wurde.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Johann Dörschner stellte sein Amt bei der Jahreshauptversammlung am 17. Januar 1978 zur Verfügung, zu seinem Nachfolger wurde Hermann Bohlken gewählt.

Am 21. Mai 1978 war wieder ein großer Tag, der Gemeinde Wettkampf fand in Ofen statt. Die Kameraden mussten ein hartes Stück arbeit leisten, um den Wettkampfplatz herzurichten. Die Ofener Wehr belegte gute 3. und 4. Plätze.

Im Dezember 1978 holten wir unser neues Fahrzeug aus Karlsruhe ab. Die Übergabe durch die Gemeinde fand am 16. Dezember 1978 statt, anschließend ein großer Kameradschaftsabend in der Eiche.

Das alte LF 8 wurde dem LKH Wehnen zur Verfügung gestellt. Für das neue LF 8 musste das Gerätehaus wegen der zu schmalen Einfahrt umgebaut werden. Jetzt war auch Patz für Atemschutzgeräte und Rettungsschere.

Einige Kameraden waren schon im schweren Atemschutz geschult, sie machten sich verstärkt an die Ausbildung der tauglichen Wehrmitglieder, um diese mit den Geräten vertraut zu machen.

Am 11. Oktober 1979 heulten frühmorgens die Sirenen und die Ofener wurden zu einem Brand in Wechloy gerufen. Es brannte bei NFS, ehemals Otto-Ladenbau. Hierbei konnte die Ofener Wehr erstmals dem großen Bruder, der Berufsfeuerwehr Oldenburg helfen, sonst war es immer umgekehrt. Der Brand entwickelte sich zu einem Großfeuer. Trotz des Einsatzes mehrerer Wehren, unter anderem der Flugplatzwehr brannte das Gebäude bis auf die Grundmauern nieder.

Im Sommer des Jahres 1980 nahmen die Ofener an dem Deutschen Feierwehrtag in Hannover teil, der in einem kilometerlangen Umzug seinen Umzug fand.

Im Frühjahr 1983 begannen die ersten Vorbereitungen für die 50 Jahrfeier. Diese fand am 3. September 1983 im Gemeindehaus Ofen statt. Zum Empfang kamen viele Gäste von den örtlichen Vereinen, den Nachbarwehren, der Berufsfeuerwehr Oldenburg und der Flugplatzfeuerwehr. Die Vertreter der Gemeinde, die örtlichen Ratsherren, die Mitglieder des Feuerwehrausschusses überbrachten Botschaften, ebenso der Kreis- und Gemeindebrandmeister. Besonders begrüßt wurden noch sieben Männer, die vor 50 Jahren die Freiwillige Feuerwehr Ofen mit gegründet hatten. Den Abschluss fand die Feier in einem großen Festball im Ofener Krug, der auch von der Bevölkerung gut besucht war.

Herbert Wiechmann gab am 17. Februar 1984 wegen der Erreichung der Altersgrenze sein Amt ab. Er gab noch einen Rückblick über seine Dienstzeit, eingetreten: 1946, 1956 zum Stellvertreter gewählt, 1972 dann Ortsbrandmeister, 1979 dann Wiederwahl. Herbert bedankt sich bei den anwesenden Kameraden für die gute Zusammenarbeit. Er wird für seine Verdienste zum Ehrenortsbrandmeister ernannt. Zum Nachfolger wählte die Einheit den bisherigen Ortsatemschutzwart Rolf Carstens, Stellvertreter blieb Hermann Bohlken.

Bei der Spritzenschau am 20. Juli 1984 beantragte die Freiwillige Feuerwehr Ofen einen größeren Versammlungsraum. Dieser Wunsch wurde auch von den anwesenden Mitgliedern des Feuerwehrausschusses, dem Kreis- und Gemeindebrandmeister für notwendig empfunden. Die Gemeinde kaufte zu diesem Zweck einen Streifen Land links neben dem Gerätehaus. Es wurden Pläne und Zeichnungen angefertigt, trotz allem blieb der geplante Um- und Erweiterungsbau ein Provisorium. Erschwerend kam hinzu, dass das Gerätehaus verkehrsmäßig sehr ungünstig lag. Bedingt durch diese Lage (eine enge Sackgasse), war im Alarmfall ein schnelle Ausfahrt nicht möglich. Es wurden daher Überlegungen für einen Neubau getroffen. Die Familie Pophanken war bereit, ein Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite, dem Bödeckerschen Hof, zu Verfügung zu stellen. Die Gemeinde war mit diesem Standort einverstanden. Auch das von der Feuerwehr geplante Gerätehaus, das in allen belangen größer war als der Altbau, fand das Wohlwollen der Gemeindeverwaltung. Der Rat der Gemeinde entschied sich einstimmig für diesen Entwurf. Was die Ofener Einheit vor Jahresfrist noch nicht zu hoffen gewagt hatte, ging nun in Erfüllung.

Am 31. Oktober 1986 rückte die Ofener Feuerwehr wieder zu einem Großbrand bei der Spar-Zentrale am Heideweg aus. In der Lagerhalle waren große Mengen Holzkohle, Weihnachtsartikel und riesiger Mengen alter Akten in Brand geraten. Durch den Einsatz von insgesamt acht Einheiten konnte verhindert werden, dass das Feuer auf ein nebenstehendes Mehrfamilienhaus übergriff.

Ende des Jahres 1986 wurde das Grundstück für den Neubau hergerichtet. Zu diesem Zweck mussten zwei alte Hofgebäude ( Scheune und Schweinestall) abgerissen und der Bauplatz mit Füllsand aufgeschüttet werden. Im April des Jahres war es endlich soweit, nach einem strengen Winter wurde mit den Ausschachtungen und Schütten der Fundamente begonnen.

Die Ofener Feuerwehr hofft und wünscht, dass auch mit dem neuen Gerätehaus die Vorbedingung geschaffen sind, die notwendig sein werden, um das Hab und Gut der Bürger vor Feuer und schaden zu bewahren.

In den Jahren ihres Bestehens hat die Ofener Feuerwehr nicht nur Generationswechsel, sondern auch einen gewaltigen technischen Wandel durchgemacht. Doch eines ist in all den Jahren geblieben, der Mensch der sich freiwillig, ohne Entgeld und ohne Rücksicht auf die Gefahr, in die er sich begibt, als Kamerad einer Gemeinschaft für den nächsten einsetzt.

Möge sich dieser gute Geist der Freiwilligkeit sich auch in Zukunft in den Reihen der Feuerwehr weiter fortsetzen.

Mögen auch nachfolgende Generationen diesen Dienst anerkennen und sich für den Dienst an der Allgemeinheit stets freudig zur Verfügung stellen.

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Ofen, 14, Mai 1987

Rolf Carstens

(Ortsbrandmeister)

Chronik 1987-2007

Das Jahr 1987 stand ganz im Zeichen der Neubaus des neuen Feuerwehrgeräte-hauses. Fast 1900 Arbeitsstunden wurden von Angehörigen der Einheit Ofen aufgewendet. Ergänzt wurde dies durch nochmals 500 Arbeitsstunden der Familie Schleich. Am 14.05.1987 erfolgte bei reger Teilnahme die Grundsteinlegung durch den Bürgermeister Jonny Hinrichs. Unter anderem wurden auch Kopien der Dokumente eingemauert die bereits bei der Grundsteinlegung des alten Gerätehauses eingemauert wurden. Am 24.06.1987 konnte bereits das Richtfest gefeiert werden. Der Innenausbau wurde am 18.08.1987 in Eigenleistung begonnen wobei viele der Helfer erstmals eine solche Tätigkeit aufnahmen. Viele Aufgaben mussten gemeistert werden aber am 19.12.1987 konnte die lang ersehnte Einweihung stattfinden. Die Einheit Ofen hatte in viel Eigenarbeit in der Freizeit sich ein neues Heim geschaffen.

Im Jahr 1987 hatte die Einheit Ofen 32 Aktive Mitglieder und 8 Alterskameraden.

Ortsbrandmeister Rolf Carstens wurde von seinem Stellvertreter Hermann Bohlken und Schrift- und Kassenwart Arthur Gerdes tatkräftig unterstützt.

Auf der Jahreshauptversammlung 1988 Stellte Helmut Dörschner sein Amt als Gruppenführer zur Verfügung. Nachfolger wurde Jürgen Proske. Ferdinand Aßmann wurde neuer Stellvertreter von Jürgen.

Am 08.05.1988 wurde ein Tag der offenen Tür mit der Unterstützung des Feuerwehrmusikzuges Petersfehn, der Flughafenfeuerwehr, der Berufsfeuerwehr Oldenburg und des THW veranstaltet.

1989 war eine ungewöhnliche Einsatzlage zu meistern. Regen und Hagelschauer hatten zahlreiche Keller überflutet und die Straßen teilweise knietief unter Wasser gesetzt. Zusammen mit den Einheiten Petersfehn und Aschhausen konnte der Schaden eingegrenzt werden obwohl viele Keller durch zurücklaufendes Schmutzwasser beschädigt wurden.

1993 wurde am 15.06. eine neue TS8 der Firma Rosenbauer mit einem BMW 4-Takt Motor der Wehr übergeben.

Am 04.09.1993 wurde feierlich das 60zig Jährige Jubiläum im Ofener Krug gefeiert und einen Tag später ein Tag der offenen Tür veranstaltet. Beide Veranstaltungen erfreuten sich einem guten Zuspruch.

1995 sorgte ein größerer Brandeinsatz bei dem Bauern Heino Hinrichs für das zusammenwirken der Einheiten Bad Zwischenahn, Aschhausen, Elmendorf und Ofen. Ein Schweinestall brannte im bereich des Dachstuhls in voller Ausdehnung. Der in unmittelbarer Nähe befindliche 4000l Gastank sorgte für weitere Brisanz. Mit vereinten Kräften und unter der Mitwirkung der Nachbarn aus dem weiteren Umfeld konnten alle Sauen gerettet werden. Bei den Ferkeln kam aber für die meisten jede Hilfe zu spät. Das Löschwasser musste teilweise über 800m weit gepumpt werden.

Im Jahr 1996 wurden Rolf Carstens und Hermann Bohlken als Ortsbrandmeister und Stellvertreter bestätigt. Uwe Roßkamp übernahm das Amt des Ortsatemschutzwarts von Wolfgang Schmidt. Johann Wienken ersetzt Ferdi Aßmann als stellvertretenden Gruppenführer.

Am 12.05.1996 wurde der ehemalige Ortsbrandmeister Herbert Wiechmann für seine 50 jährige Dienstzeit geehrt.

1997 legt Jürgen Proske sein Amt als Gruppenführer nieder. Johann Wienken wird als Nachfolger gewählt. Rüdiger Köhne übernimmt das Amt des stellvertretenden Gruppenführers.

Wie wichtig ein Tanklöschfahrzeug sein könnte zeigten 3 Pkw Brände im Jahr 1988.

Sollte mal in einem brennenden Pkw eine Person zu befeien sein ist eine kurze Reaktionszeit sehr wichtig. Die Ortsfeuerwehr Ofen erhofft sich endlich ein TLF um den Einsatzwert der Wehr weiter zu stärken.

Am 01.10.1998 erhielt der Kamerad Fredi Precht das Niedersächsische Ehrenzeichen in Gold für 50 jährige Dienstzeit.

Der Umbau des Feuerwehrgerätehauses war das Großprojekt des Jahres 1999.

Es galt einen Stellplatz für das erwartete TLF zu schaffen. Hierzu musste der Aufenthaltsraum erst in großen teilen abgerissen werden. Das Obergeschoss wurde ausgebaut und ein Versammlungsraum samt Küche geschaffen. Erneut wurde sehr viel in Eigenleistung durch die Kameraden erstellt.

Zur Jahreshauptversammlung 1999 ergaben sich etliche neuerungen. Manfred Geisler tritt in die Altersabteilung über und sein Amt als Ortssicherheitsbeauftragter wird von Klaus-Dieter Szag übernommen. Ebenso ist Artur Gerdes nun Mitglied der Altersabteilung und seine Funktion als Schriftführer und Kassenwart wird von Jan Behrends übernommen.

Hermann Bohlken, der seit 21 Jahren als stellvertretender Ortsbrandmeister fungiert, wird vom Kreisbrandmeister Johann Westendorf zum Brandmeister befördert.

Rolf Carstens, der nun schon 15 Jahre Ortsbrandmeister ist, wird zum Oberbrandmeister befördert.

Am 02.12.1999 war es endlich soweit. Wir fuhren nach Dissen um das neue TLF abzuholen. 8 Kameraden waren bei der Fahrzeugübergabe dabei. Mit nur 4200 km Laufleistung wurde das Fahrzeug übernommen.

Der 12.12.1999 war dann der große Tag. Der Umbau wurde eingeweiht und das Fahrzeug offiziell übergeben. Der Bürgermeister, Vertreter der Gemeinde, die Wehren des Löschbezirks und die Nachbarwehren Neuenkruge und Metjendorf die BF Oldenburg der Kreisbrandmeister der Gemeindebrandmeister, die örtlichen Vereine sowie Brandkasse, Nachbarn und Freunde, waren als Gäste anwesend.

Im Jahr 2000 war der Personalstand der Wehr auf 28 Aktive Kameraden gesunken. Nachwuchssorgen waren zu bemerken. Die Bemühungen, neue Mitglieder zu werben, wurden verstärkt.

Unser neues TLF konnte sich gleich bei einem Gewächshausbrand bewähren.

Jürgen Proske wird erneut Gruppenführer und übernimmt von Johann Wienken.

2002 vollzog sich ein Wechsel an der Spitze der Einheit. Rolf Carstens gibt sein Amt nach 18 Jahren als Ortsbrandmeister ab. Hermann Bohlken wird zum Nachfolger gewählt. Dadurch ist auch die Neuwahl des stellvertretenden Ortsbrandmeisters erforderlich. Hier wird Jürgen Proske gewählt. Als neuer Gruppenführer wird Andreas Aßmann von der Einheit gewählt.

Nachdem Rüdiger Köhne ebenfalls sein Amt als stellvertretender Gruppenführer zur Verfügung stellt ist auch hier eine Neuwahl fällig. Werner Wintermann wird hierzu einstimmig gewählt. Auch wird Markus Töppe zum stellvertretenden Ortsatemschutzwart bestimmt.

Somit ist die Ofener Wehr mit einer komplett neuen Führung ausgestattet.

Bei einem Wohnungsbrand im Jahr 2004 konnte trotz aller Bemühungen der Tod einer Bewohnerin nicht verhindert werden. Ein solches Erlebnis gehört immer zu den Schattenseiten des Dienstes bei der Freiwilligen Feuerwehr.

2005 war die Anzahl der Aktiven Kameraden auf 37 gestiegen. Eine sehr erfreuliche Entwicklung obwohl das Durchschnittsalter 38 Jahre beträgt!

Besonders gefreut hat uns der Zugang des neuen LF10/6 welches wir in Austausch gegen das alte LF8 bei der Firma Schlingmann am 13.07.2005 abholen konnten. Offiziell übergeben wurde das Fahrzeug am 30.07.2005 durch den Bürgermeister Jan-Dieter Osmers im Beisein vieler Gäste. Der Tag barg aber noch eine Überraschung! Rolf Carstens wurde zum Ehrenortsbrandmeister ernannt.

Am 11.09.2005 hatten wir dann eine Schweren Brand zu bewältigen. Zusammen mit der BF Oldenburg, der Drehleiter der TZ Elmendorf und der Einheit Bad Zwischeahn musste ein Wohnungsbrand bekämpft werden. Aller Bemühungen zum trotz brannte das Haus bis auf die Grundmauern ab.

Der „spektakulärste“ Einsatz in der Geschichte der Ofen Wehr war sicher am 19.09.2005 zu bestreiten. Wir wurden zu einem brennenden Fahrrad gerufen. Leider war dieser Brand bei unserem Eintreffen bereits von der Polizei mit einem Pulverlöscher bekämpft worden so das wir nur staunen konnten.

Am 07.10.2005 feierten wir mit den Kameraden unter anderem die 50 jährige Mitgliedschaft von Arthur Gerdes, Horst Köhne und Willi Wiechmann.

2006 war das Jahr des Elbehochwassers. Die Einheit Ofen war bei den Bemühungen mit 3 Kameraden beteiligt.

Herbert Wiechmann wurde am 16.06.2006 bei einer Feierlichkeit für 60 jährige Mitgliedschaft geehrt. 16 Jahre als stellvertretender Ortsbrandmeister und 12 Jahre als Ortsbrandmeister sind auch nicht alltäglich!

Einen Tag der offenen Tür feierten wir am 03.09.2006. Leider war das Wetter nicht wir erhofft, die Besucherzahl aber trotzdem erfreulich hoch.

Die Kirchengemeinde Ofen richtete am 06.05.2007 einen Gottesdienst für die Feuerwehr aus. Für alle war dies eine neue Erfahrung. Danke dafür an Pastor Raudonat.

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Ofen den 20.06.2007

Jan Behrends

(Schriftführer)